| Ein
Zufall ließ mich kurzentschlossen zu dieser wundervollen Reise kommen. Japan
ist ein Land voller Kontraste! Ein Dokumentarfilm im Fernsehen, ein Anruf beim
„Rotel“ und ich erwischte gerade noch den letzten freien Platz für diese
„Hotel-Reisegruppe“. |
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Nach
einem 10stündigen Flug über Russland und China erreichten wir am frühen
Morgen Osaka. Hier erwartete uns die deutsche Reiseleiterin, die 5 Jahre in
Japan die Sprache und Geschichte studiert hatte. Bei herrlichstem Wetter brachte
uns ein Bus in gut 2 Std. Fahrt durch leichtes Hügelland und industriereiches
Gebiet nach Kioto, die Wiege der Nation mit 1,5 Mio. Einwohner. Eine
faszinierende Stadt der 1000 Tempel und Schreine, die ihr einmaliges kulturelles
Erbe bewahrt hat. Die Straßen sind rechtwinklig und überschaubar angeordnet
wie ein Schachbrett, doch fühlte man sich zum Analphabeten degradiert, klein
und hilflos, bei all den rätselhaften Schriftzeichen. |
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Wir waren in
erstklassigen 4 - 5 Sterne Hotels untergebracht. Nach einer kurzen Mittagspause
folgte gleich das Tagesprogramm mit einem Stadtrundgang von einigen Km. Wir
besuchten die ersten Tempel, Schreine und Zen-Gärten. Die Kirschblüte stand
teilweise schon in vollem Ausbruch. An das jap. warme und kalte Frühstücks-
Büfett
konnte man sich schnell gewöhnen. Es fehlte an nichts! Die Begrüßung wurde
überall durch eine mehr oder weniger tiefe Verbeugung ausgeführt. Nach jap.
Sitte bleiben die Schuhe stets vor der Tür. Trinkgeld ist in Japan nicht üblich,
das wäre eine Beleidigung. Besonders beeindruckend ist die unvorstellbare
Sauberkeit. Auf den Straßen findet man kein Schnippselchen Papier, keine
Zigarettenkippe, Kaugummi oder Hundehaufen. Ausspucken ist verboten. Wildwuchs
ist verpönt. Die Bäume werden getrimmt um sich - wie der Mensch - in die
Gemeinschaft einzufügen. |
| Auch
am nächsten Tag erlebten wir die Hochburg des Zen-Buddhismus größtenteils zu
Fuß. Was wäre Kioto ohne die berühmten Steingärten. Diese Rätsel, die von
dem Zen-Buddhismus in die Welt gesetzt wurden. Japaner haben eine vollkommen
andere Lebensphilosophie. Zen ist kein Glaube, sondern eine Selbsterfahrung. Die
Kunst sich im eigenen Körper von eigenen Gedanken zu befreien. Auch eine Tanz-
und Modenschau der Geishas wurde uns neben den vielen Tempeln geboten. |

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Shinto heißt der Weg
der Götter und ist etwas Ur-japanisches. Keine Religion im herkömmlichen Sinn,
sondern eine Verehrung von Ahnen und göttlicher Natur. Die Schreine sind religiöse
Kultstätten des Schintoismus, der ein animistischer Glaube an ein Leben voller
Glück ist. Ein Glaube an die Einmaligkeit des Lebens und an die Endgültigkeit
des Todes. Vor jedem Schrein befindet sich ein Becken aus dem die Gläubigen
Wasser schöpfen, um sich die Hände zu waschen und den Mund auszuspülen. Der
Schintoismus legt großen Wert auf innere und äußere Reinheit. |
| Shinto heißt der Weg
der Götter und ist etwas Ur-japanisches. Keine Religion im herkömmlichen Sinn,
sondern eine Verehrung von Ahnen und göttlicher Natur. Die Schreine sind religiöse
Kultstätten des Schintoismus, der ein animistischer Glaube an ein Leben voller
Glück ist. Ein Glaube an die Einmaligkeit des Lebens und an die Endgültigkeit
des Todes. Vor jedem Schrein befindet sich ein Becken aus dem die Gläubigen
Wasser schöpfen, um sich die Hände zu waschen und den Mund auszuspülen. Der
Schintoismus legt großen Wert auf innere und äußere Reinheit. |

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| Hingegen
durchschaut der Buddhismus die Welt als Illusion. Die Lehre Buddhas glaubt an
Wiedergeburten zur Erlösung der Leiden dieser Welt und zum Erlöschen des
Selbst (Nirwana). In den Tempeln und Familien-Altars verehrt das Volk (80 % der
Japaner) ihren Buddha. |
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| Ein
Tagesausflug brachte uns in das Tempelgebiet von Nara, der einst noch vor Kioto
kaiserlichen Hauptstadt, mit der größten 16 m hohen bronzenen
Buddha-Statue der Welt. Wir reisten größtenteils mit dem Shinkansen
Superexpress (210 km/h). Aber auch Taxis, Busse, Straßen -und U-Bahnen beförderten uns in den
verschiedenen Städten. Hiroshima war unser nächstes Ziel. Die Gedenkstätte
und das Museum im Friedens-Park waren beeindruckend, ebenso die zauberhaften
Kirschblüten. |
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| Leider
brachte der folgende Tag den ersten Regen, als wir die kleine Götterinsel
Mijayima per Boot ansteuerten. Einst war das Betreten dieser heiligen Insel für
normal sterbliche verboten. Der große Schrein, der aus dem 12.Jh. stammt, gab
der unberührten Natur und der mit Wolken behangenen Bergszenerie einen
geheimnisvollen Reiz. Der frei im Wasser stehende rote Torbogen gehört wohl zu
den bekanntesten Wahrzeichen Japans und fehlt in keinem Reiseführer. |
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Diesmal
war unser Hotel ein jap. Gästehaus (Ryokan), ein Ort der Entspannung, an dem
alles vorhanden war, was jap. Gastfreundschaft und Lebensart zu bieten hatte.
Die schlichten in Holz- und Grastapeten gehaltenen Gästezimmer im typischen
Tatami-Stil sind mit Reisstrohmatten ausgelegt. Zur Nachtruhe werden die Futons,
die tagsüber in Wandschränken verstaut sind, auf die federnden Tatami-Matten
ausgelegt. Die Reispapier-Schiebefenster geben dem Raum eine gemütliche Atmosphäre.
Abends hatten wir die Möglichkeit zum Baden in einem typisch jap. Thermalbad
(40°). Es dient zur Entspannung. Ein hierfür bereit gelegter Kimono gehörte
zu jeder Zimmerausstattung. Zuvor musste eine gründliche Körperreinigung
stattfinden. Das Frühstücksbüfett war in
allen Hotels ähnlich und unvorstellbar üppig. Auch die Sonne lachte wieder am
nächsten Morgen. |
| Es folgte ein
Reisetag, der uns diesmal über Nagoya und einer 2stündigen Zugfahrt hinauf in
die jap. Alpen, in das reizvolle Takayama, brachte. Die Stadt hat an vielen
Stellen noch ein mittelalterliches Gepräge. Wir besuchten ein Museumsdorf in
dem das Landleben der Bauern im 15. und 16. Jh. in ihren z.T. noch mit Stroh
bedeckten Häusern und primitivsten sanitären Einrichtungen ausgestattet waren.
Wie überall in Japan mussten auch hier die Schuhe vor der Eingangstür durch
Pantoffeln ausgetauscht werden, denn es herrschte peinlichste Sauberkeit. |
| Auch
der folgende Tag brachte wieder viel Sonnenschein während der einmalig schönen
Rückfahrt durch das Hidagawa -Tal und über Nagoya in den Hakone N.P. Bei
klarer Sicht konnten wir vom Zug aus schon den zum Greifen nahe gelegenen, mit
Schnee bedeckten, Vulkan Fuji , erblicken. Mit einem anschließenden
Bootsausflug auf dem Ashi - Kratersee fuhren wir per Seilbahn in 1300 m Höhe zu
den Schwefelschwaden, die aus dem Gebirge dampften. |

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Übernachtung im tollen
Palace - Hotel, das uns auch wieder ein Thermalbad zur Entspannung offerierte.
Auf
der Fahrt nach Tokio stand uns glücklicherweise wieder ein eigener Bus zur Verfügung.
Es regnete, wie so oft im April. Die letzten Tage waren der Hauptstadt gewidmet,
hektisch und exotisch zugleich. Hier prallen die Kontraste aufeinander! Trotzdem
ist Japan noch ein ziemlich sicheres Reiseland. Überfälle gibt es bisher kaum.
Man kann selbst nachts allein durch die Straßen gehen. Wir fuhren u.a. auf die
50 Etagen hohen Twin -Türme des Metropolitan Building. Die Aussichtsplattform
in 202 m Höhe bietet einen wunderbaren Panoramablick über die 12 Mio. Stadt
Den
letzten Tagesausflug erlebten wir per Bus in die nördliche Bergwelt des Nikko
N.P. in dem wir nun statt Kirschblüten Schneereste vorfanden.
Der
nahe gelegene Chuzenjisee tauchte sein Gesicht in eine zauberhafte
Winterlandschaft. Bei nur 7° Mittagstemperatur wurde allerdings die schönste
Beschaulichkeit mit dem großen Wasserfall ein fast winterliches Erlebnis, das
uns schnell wieder in den Bus trieb.
Der
berühmte Fischmarkt von Tokio, den man morgens um 5 Uhr besuchen musste, durfte
natürlich auf dieser Reise nicht fehlen. Ebenso eine Bootsfahrt unter den 12 Brücken
des Sumida Rivers und ein Nachmittagsbummel über die Ginza, Tokios schicke
Shoppingmeile.
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| Nun
müsste die ganze Reise mit doppelter Zeit noch einmal stattfinden, um in den
wirklichen Genuss dieses reizvollen Landes zu kommen. |

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